Matthäus Strebl beim Deutschen Beamtenbund
Der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB) hat sich unter Führung seines Vorsitzenden
Matthäus Strebl mit der Spitze des Deutschen Beamtenbund und Tarifunion in Berlin getroffen. Strebl wurde
vom stellv. CGB-Bundesvorsitzenden Jörg Hebsacker und CGB-Generalsekretär Gunter Smits begleitet.
Das Gespräch fand in sehr harmonischer und kooperativer Atmosphäre statt. In dem Gespräch sind viele
beide Gewerkschaftsdachverbände verbindende Themen diskutiert worden.
Der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands hat in diesem Gespräch deutlich gemacht, dass er die
Tarifforderungen im Öffentlichen Dienst unterstützt. Sofern die Schlichtungsverhandlungen im Öffentlichen
Dienst scheitern sollten, werden die betreffenden CGB-Gewerkschaften dem Streikaufruf von ver.di und dbb
tarifunion folgen. dbb und tarifunion haben diese Unterstützung ausdrücklich begrüßt. Strebl betonte, dass
auch im Öffentlichen Dienst wieder reale Lohnsteigerungen erfolgen müssten. Dafür waren die bisherigen
Arbeitgeberangebote nicht ausreichend.
Das Thema zur Einführung gesetzlicher Mindestlöhne ist kontrovers diskutiert worden. Beide
Gesprächspartner waren sich jedoch einig, dass der Staat die Tarifautonomie durch gesetzgeberische Mittel
nicht unterhöhlen kann und nicht unterhöhlen darf.
Beide Gesprächspartner waren sich auch einig, dass tarifierte Löhne von 3,50 € als sittenwidrige Löhne
eingestuft werden müssen. Diesbezüglich wurde auf eine Studie der Christlichen Gewerkschaft Metall
(CGM) verwiesen, die aufzeigt, dass 670 Tarifverträge von Gewerkschaften des Deutschen
Gewerkschaftsbundes (DGB) geringere Stundenlöhne als 6,00 € vorsehen. Es muss mittelfristig ein Lohnniveau hergestellt werden, welches die Grundbedürfnisse der Menschen durch Vollzeitarbeitsplätze
ermöglichen muss.
DBB und CGB sind auf europäischer Ebene mit dem Dachverband CESI verbunden. Dieser Dachverband
stellt nach der Auflösung einiger christlicher internationaler Gewerkschaftsdachverbände die einzige
Alternative zum europäischen Gewerkschaftsbund dar. Beide Seiten bekräftigten, dass alle Möglichkeiten
ausgeschöpft werden müssen, um die Gewerkschaftspluralität in Europa zu stärken und damit der CESI neue Spielräume zu bieten.

Bild von links nach rechts: Frank Stöhr, Marion Gipkens, Matthäus Strebl, Peter Heesen,
Jörg Hebsacker, Gunter Smits
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