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CGB widerspricht Laumann

In der neuesten Mitgliederinformation, dem „ CDA-Newsletter“, stellt der CDA Vorsitzende und Sozialminister von Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, einen Zusammenhang zwischen korrupten Arbeitnehmervertretern und dem Zerfall der „Einheitsgewerkschaft“ her. Ein solcher Vergleich ist nicht hinnehmbar.

Der CGB-Bundesvorsitzende Matthäus Strebl hält einen solchen Zusammenhang für völlig verfehlt und fragt Laumann, ob dieser „seine Überzeugung aufgegeben hat und nun nicht mehr zu seinem Bekenntnis zum Gewerkschaftspluralismus steht“.

Der CGB hält es für unverantwortlich, dass immer wieder Arbeitnehmervertreter in Betrieben den Verlockungen des Geldes erliegen. Zuletzt ist dies beim Siemens-Konzern geschehen. Dort ist offensichtlich die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) durch den Vorstand begünstigt worden. Mit einer solchen Begünstigung sind Unternehmensentscheidungen, für die eine Zustimmung der Arbeitnehmerbank im Betrieb notwendig waren, offensichtlich gekauft worden. Das ist nur der letzte Fall der Käuflichkeit, der aus Sicht des CGB zu Recht gerichtlich aufgearbeitet wird.

Der CGB fordert deshalb, dass neue Straftatbestände im deutschen  Strafgesetzbuch geschaffen werden müssen, damit derartige Machenschaften auch strafrechtlich unmissverständlich bekämpft werden können.

CGB Vorsitzender Strebl aufgebracht: „Hat Laumann vergessen, dass sich seine eigene Mitgliedsgewerkschaft, die IG-Metall, im Volkswagen-Skandal heute gerichtlich dagegen wehren muss, keine käufliche Gewerkschaft zu sein? Wie kann es Laumann mit seinem Gewissen verantworten, seine IG-Metall Mitgliedschaft aufrecht zu erhalten, wo doch eigene Gewerkschaftskollegen wegen der Käuflichkeit im Falle von Volkswagen erstinstanzlich verurteilt wurden?“

Der CGB wehrt sich gegen den Zusammenhang zwischen einer möglichen Korruption von sogenannten Arbeitnehmervertretern und der Forderung nach Einführung der „Einheitsgewerkschaft“ in Deutschland. Die AUB ist keine Gewerkschaft, ja sie lehnt für sich den Gewerkschaftsstatus ausdrücklich ab. Dass die Skandale um die AUB heute auch nicht dem DGB angehörige Gewerkschaften mit in eine Schmutzdiskussion ziehen, das ist nicht hinnehmbar.

Jede Korruption ist juristisch zu bestrafen. Der Gewerkschaftspluralismus hat damit nichts zu tun, im Gegenteil. CGB-Vorsitzender Strebl: „Nur Gewerkschaftspluralismus kann Kontrollmechanismen entwickeln, die Käuflichkeit von Arbeitnehmervertretern vermeiden. Nur durch innerbetriebliche Opposition wird eine natürliche Kontrolle geschaffen, die Skandale, wie bei Volkswagen oder Siemens verhindern. Strebl stellt fest: „Das ist das natürliche System der Demokratie. Mit seiner Forderung nach einer neuen Zukunft der „Einheitsgewerkschaft“ stellt sich deshalb Laumann als Demokrat in Frage.“ Der CGB-Bundesvorsitzende Matthäus Strebl rät Laumann, dass er sich zu seinem alten Bekenntnis des Gewerkschaftspluralismus in Deutschland zurückbesinnt. Dann wird er solche dummen Aussagen nicht wiederholen.


Berlin, 1. Oktober 2008

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