CGB-Bundesvorsitzender mahnt Unternehmer:
Strebl: „Verantwortung der Führungsetagen für die Mitarbeiter muss gestärkt werden !“
Motivation für lebenslanges Lernen statt Abgabe in der „Arbeitsamts-Klappe“
Berlin/Nürnberg – Um die Motivation der Arbeitnehmer in den Betrieben ist es ganz offenbar schlecht bestellt. Nach einer Umfrage des Gallup-Instituts haben 19 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland „innerlich gekündigt“, 68 Prozent betrieben nur „Dienst nach Vorschrift“ und nur noch 13 Prozent der Mitarbeiter fühlen sich emotional an ihr Unternehmen gebunden. „Diese alarmierenden Zahlen müssen die Personalabteilungen zu einem raschen Umdenken in der Mitarbeiterführung veranlassen,“ so Matthäus Strebl, Bundesvorsitzender des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands (CGB) vor dem Auftakt zum 14. Ordentlichen Bundeskongress des CGB in Nürnberg.
Weiterqualifikation fördern
„Die Arbeitgeber sind gefordert die Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter zu fördern. Damit steigern sie die innere Zufriedenheit der Belegschaften und das ist Voraussetzung für ein lebenslanges Lernen,“ sagte der CGB-Bundesvorsitzende Matthäus Strebl.
Leistung muss anerkannt werden
Die Anerkennung der Leistungen der Arbeitnehmer muss weiter gefördert werden. „Dazu gehört eine leistungsgerechte Entlohnung genau so, wie ab und zu ein Lob durch den Vorgesetzten,“ so Strebl weiter.
Regresspflicht für Topmanager
Strebl wünscht keine Neiddebatten um Managergehälter. „Aber mitunter sind Gehaltserhöhungen in TOP-Etagen wenig nachvollziehbar, wenn von den Arbeitnehmern gleichzeitig Lohnzurückhaltung gefordert wird,“ sagte Strebl.. Außerdem fordert der CGB-Bundesvorsitzende eine stärkere Haftung der Unternehmensspitzen bei Management- fehlern. „Unverrückbar klar muss aber auch sein, dass gerade für die TOP-Etagen der Firmen klare persönliche Regresspflichten bei wirtschaftspolitischen Fehlentscheidungen festgelegt werden!“
Kein Missbrauch des Sozialstaates!
Strebl klagte zugleich an, dass es Managern in Großunternehmen nach wie vor zu leicht gemacht werde, Tausende Mitarbeiter zu entlassen. „Sie werden an die Bundesagentur für Arbeit abgeschoben und damit auf die Lohnliste der versicherten Arbeitnehmer platziert. Das unterwandert die Sozialstaatsidee in gefährlicher Weise“, betonte der CGB-Gewerkschaftsvorsitzende.

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