Bundesvorsitzender Matthäus Strebl, MdB:
„Ohne soziale Gerechtigkeit kein sozialer Frieden“
„Welttag der sozialen Gerechtigkeit“ - eine Verpflichtung für Politik und Gesellschaft
Berlin/ 17.02.2009„Jüngste Meldungen, nach denen sich Bankmanager selbst in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise trotz hoher Verluste ihrer Institute üppige Boni genehmigt haben, lassen immer mehr Menschen am Prinzip der sozialen Gerechtigkeit und an einer solidarischen Gesellschaft zweifeln. In manchen Bereichen haben ein langfristig verhängnisvoller Egoismus und ein Denken um sich gegriffen, denen Einhalt geboten werden muss, wenn Gesellschaft und Staat nicht der Boden entzogen werden soll.“
Das erklärte der CGB Bundesvorsitzende Matthäus Strebl MdB angesichts des „Welttags der sozialen Gerechtigkeit“, den die Vereinten Nationen ausgerufen haben und der am 20. Februar erstmals begangen wird. So bedrückend einige Entwicklungen auch seien, dürfe aber nicht übersehen werden, dass soziale Gerechtigkeit mehr bedeute und vor allem nicht an Ländergrenzen Halt machen könne. Sie erfordere einen freien und fairen Welthandel ohne nationale Schutzzäune, angemessene Standards im Umweltschutz oder wirksame Regeln zum Schutz geistigen Eigentums.
Matthäus Strebl verweist darauf, dass soziale Gerechtigkeit die Hilfsbereitschaft der Gesellschaft insgesamt benötige: „Nur eine Gesellschaft, die Leistung anerkennt und zu Leistung ermuntert, kann eine sozial gerechte Gesellschaft sein.“ Deutschlands Chancen sieht der CGB Bundesvorsitzende vor allem in verantwortungsbewussten Familienunternehmern, die langfristig einen Betrieb aufbauen und gute Mitarbeiter durch eine vorbildliche Betriebsführung an sich binden. Die vom CGB seit langem geforderte und jetzt umgesetzte Mitarbeiterkapitalbeteiligung, für die derzeit bessere Möglichkeiten geschaffen würden, biete den Beschäftigten einen fairen Anteil am von ihnen mit geschaffenen Unternehmenserfolg und stärke so die soziale Partnerschaft.
Strebl warnte davor, den „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“ lediglich zur Kenntnis zu nehmen und dann zur Tagesordnung überzugehen. Ohne soziale Gerechtigkeit könne es dauerhaft auch keinen sozialen Frieden geben. Insofern handele es sich um eine permanente Aufgabe nicht nur von Politik, sondern von jedem Einzelnen.

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