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Arbeitsmarktprobleme mit mehr Kreativität lösen – „Mehrjahresarbeitszeitkonten“ als eine Möglichkeit

Berlin/05.08.2009 Vor dem Hintergrund steigender Kurzarbeiterzahlen hat der Bundesvorsitzende des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands (CGB) Matthäus Strebl, MdB die Wirtschaft zu mehr Kreativität aufgefordert, um die Wirtschaftskrise zu überstehen und ohne Schaden für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus ihr gestärkt hervorzugehen.

Die Verlängerung der Kurzarbeiterzeit auf 24 Monate durch den Gesetzgeber war eine notwendige Maßnahme. Nachdem die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Haushalt 2009 bereits über zwei Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld eingestellt hat, ist eine weitere Ausweitung dieses Etats kaum mehr möglich. Nun müssen auch wir - Gewerkschaften und die Wirtschaft - zusätzliche Anstrengungen aufwenden und ihren Teil dazu beitragen, die Krise zu bewältigen. Als ein Modell nannte der CGB-Bundesvorsitzende die Einführung von „Mehrjahresarbeitszeitkonten“. Damit ergibt sich für die Unternehmen die Möglichkeit, ihren Personalbedarf flexibel den Notwendigkeiten anzupassen, ohne zum Mittel der Entlassung greifen zu müssen und die Kassen der Bundesagentur und damit die Beitrags- und Steuerzahler zu sehr zu belasten. Mit solchen „Mehrjahresarbeitszeitkonten“ könnte das Jahr 2010, das wegen der weg gebrochenen Exportaufträge auf dem Arbeitsmarkt zu besonderen Belastungen führen wird, überbrückt werden, ist sich Strebl sicher. Arbeitnehmer könnten die Zeit unter anderem zu staatlich geförderten Fortbildungsmaßnahmen nutzen, ohne Furcht um ihren Arbeitsplatz haben zu müssen.

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