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Christlicher Gewerkschaftsbund (CGB) feiert „Hambacher Fest“ zum 1.Mai

„EU-einheitlicher Rechtsrahmen für Gewerkschaften nötig!“

CGB-Bundesvorsitzender Jaeger fordert „gleiche Rechte für alle Gewerkschaften im vereinten Europa“ – CGM -Chef Schiller: „Wirtschaftsunion und Arbeitnehmerinteressen gehen nur Hand in Hand“

HAMBACH – Nur in einem friedlichen und freiheitlichen Europa können im globalen Wettbewerb Arbeitsplätze und Wohlstand auch in Deutschland erhalten werden.“ Deshalb fordert der Bundesvorsitzende des Christlichen Gewerkschaftsbundes (CGB), Wolfgang Jaeger auf der zentralen Kundgebung zum 1. Mai vor mehr als 1.000 Mitgliedern auf dem traditionsreichen Hambacher Schloss mit Nachdruck, „dass alle Arbeitnehmer in einem freiheitlich und demokratisch geprägten Europa in garantierter Gewerkschaftsfreiheit in allen Staaten identische Rechte haben müssen, sich in unterschiedlichen Gewerkschaften zu organisieren.“

Wie Jäger unterstrich auch der CGB-Bundesvize und Bundesvorsitzende der Christlichen Gewerkschaft Metall ( CGM ) Reinhardt Schiller , im neuen erweiterten Europa gelte es „nicht nur eine Wirtschaftsunion zu verwirklichen, sondern auch einen Rechtsrahmen zu schaffen, der Arbeitnehmern überall in der neuen EU einheitliche Bedingungen zur Verfolgung ihrer ursprünglichen Interessen gewährleistet.“

Übereinstimmend mit den Vertretern der Christlichen Gewerkschaften aus den Niederlanden, Frankreich und Dänemark wurde der Appell formuliert, die gemeinsame europäische Verfassung noch im Laufe dieses Jahres zu beschließen. „Darin muss das Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer festgeschrieben werden, sich freiwillig in Gewerkschaften zusammenzuschließen, “ sagte der CGM -Vorsitzende Schiller. Es könne nicht sein, dass es „im neuen Europa ausreiche, dass eine selbsternannte, sozialistische Gewerkschaft ihren Monopolanspruch über eine einfache Klage beim Arbeitsgericht gegen eine andere Gewerkschaft durchzusetzen versucht. Was dem Grundgesetz widerspricht, muss erst recht für die Europäische Verfassung tabu sein“; sagte Schiller.

In der Europäischen Union , so forderte er, müssten die Rechte der Gewerkschaften auf Gestaltung ihrer Arbeit gleich sein, womit nationale Traditionen dann beibehalten werden sollen, wenn sie nicht die Rechte von Arbeitnehmern oder ihren frei gewählten gewerkschaftlichen Vertretungen einschränken. Die EU–Parlamentarier fordert Schiller zugleich mit der Internationalen Arbeitnehmerorganisation (IAO) in Genf auf, in diesem Sinne politisch aktiv zu werden. Es könne nicht sein, dass einer Arbeitnehmervertretung wie der CGM durch einfache Klage der Monopolgewerkschaft DGB die Handlungsfähigkeit für die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen aberkannt werden solle. Wenn der DGB nicht einlenke, werde man diese Auseinandersetzung bis vor den Europäischen Gerichtshof tragen, sagte Schiller.

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