Sitemap
Impressum
Suchen
aktuell
wir über uns
organisation
service
archiv
links

Einheitsgewerkschaft hat keine Zukunft!

Die Forderungen der Spitzenkandidatin der Union, Angela Merkel, anlässlich der Sendung „Unter den Linden SPEZIAL“ (Phönix) am gestrigen Abend nach einer Einheitsgewerkschaft, hat der Generalsekretär des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands (CGB), Gunter Smits, entschieden zurückgewiesen.

Der Grundgedanke einer Einheitsgewerkschaft würde bedeuten, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unabhängig von ihrem Status bzw. ihrer religiösen Gesinnung oder politischen Bindung Mitglied einer solchen Organisation werden können. Eine über den Parteien stehende Einheitsgewerkschaft gebe es aber nur noch auf dem Papier, so Smits. Der DGB und viele seiner führenden Funktionäre hätten sich gerade in Wahlkampfzeiten niemals neutral verhalten.
Zwar sei, so Smits, es ein natürlicher Vorgang, dem Wunsch der Arbeitnehmer nach sozialer Absicherung durch solidarisches Handeln dadurch Rechnung zu tragen, dass freie und unabhängige konkurrierende Gewerkschaften rechtlich, politisch und gesellschaftlich anerkannt werden.
Die traditionelle Einheitsgewerkschaft habe sich schon zu DDR-Zeiten als gleichgeschaltet, ideologisch unflexibel und von den Arbeitnehmerinteressen weitgehend abgekoppelt erwiesen.
Den sogenannten Einheitsgewerkschaften sei es, so Smits, daher auch zu keinem Zeitpunkt gelungen, die Mehrheit der Arbeitnehmer zu organisieren. Der tatsächliche Organisationsgrad aller DGB-Gewerkschaften zusammengenommen, liege unter zwanzig Prozent aller Arbeitnehmer. Jüngste Zahlen zur Mitgliederentwicklung in den Gewerkschaften und Gewerkschaftsdachverbänden zeigten, dass der Organisationsgrad im allgemeinen eher abnehme, als zunehme. Nur mit Hilfe freier Gewerkschaften könne, so der CGB Generalsekretär, der Organisationsgrad in der Arbeitnehmerschaft gesteigert und eine effektive Arbeitnehmervertretung sichergestellt werden. Gerade in einer pluralistischen Gesellschaft sei eine Gewerkschaftsstruktur unverzichtbar, die eine gewerkschaftliche Vielfalt aufgreift und widerspiegelt. Es werde Zeit, dass dies auch innerhalb der CDU akzeptiert wird, so Smits.

Zurück