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CGB führte Meinungsaustausch mit Spitze des Kolpingwerkes

Zu einem sozialpolitischen Gedankenaustausch haben sich der Bundesvorsitzende des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands Matthäus Strebl, MdB sowie weitere Vorstandsmitglieder mit der Spitze des Kolpingwerkes getroffen.

Am 12. Mai 2005 trafen im Deutschen Bundestag die Spitzenvertreter des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands (CGB) mit den Führungskräften des Kolpingwerk Deutschland zusammen. In einem anregenden Gespräch diskutierten beide Seiten ihre Einschätzung zur gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation in Deutschland. Beiden Seiten geht es um die Entwicklung von Visionen, um ihrer sozialen Verantwortung für die Menschen und der bestmöglichen Vertretung der Arbeitnehmerrechte gerecht zu werden.

Man war sich darüber einig, dass in der derzeitigen politischen Diskussion oftmals Schlagworte wichtiger zu sein scheinen, als durchdachte Konzepte. „Wir dürfen nicht bei der ausschließlichen Moralisierung bleiben“, so Thomas Dörflinger, MdB und Bundesvorsitzender des Kolpingwerkes. Das habe sich auch in der jüngsten sogenannten „Kapitalismus Debatte“ gezeigt.

Die Kritik von Franz Müntefering an der "Macht des Kapitals" sowie an der einseitigen Orientierung der Wirtschaft an kurzfristigen Gewinnen zulasten von Arbeitsplätzen spiegle sicher die Sorgen und Ängste vieler Menschen unseres Landes wieder. Eine „grundsätzliche Kapitalismuskritik, die jedoch nur mit moralischen Argumenten ansetzt, greift zu kurz“, so Dörflinger. Sie übersieht, dass die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen arbeitsplatzvernichtendes Verhalten belohnen. Viele verantwortungsbewusste Unternehmen haben damit kaum eine Wahl, wenn sie im stärker werdenden internationalen Wettbewerb nicht zurückfallen wollen.

„Die Menschen suchen nach Orientierung, Ideen und Menschen, denen sie glauben können“, so CGB-Generalsekretär Gunter Smits. Dazu ist die Entwicklung von Visionen und neuer Konzepte notwendig. Das Diskussionspapier des Kolping-Bundesfachausschusses „Zukunft der Arbeitswelt“ kann hier gute Grundlage für weitere Diskussionen sein.

Vereinbart wurde, sich in Zukunft sowohl in aktuellen Fragen schnell abzustimmen, um zeitnah politisch reagieren zu können, als auch langfristige Strategien durch die Entwicklung von Visionen und Konzepten zu entwickeln.

Die konkreten ersten Schritte dazu wurden festgelegt. So sollen im Rahmen gemeinsamer Arbeitskreise und sozialpolitischer Veranstaltungen zukunftsweisende Initiativen und Konzepte erarbeitet und vorgestellt werden. Besonders die Fragen der beruflichen Bildung in Deutschland brauchen gemeinsame, schnelle politische Initiativen beider Organisationen.

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