Neuer CGB-Bundesvorsitzender Strebl fordert:
„Bündnis für Arbeit auf breiter Basis neu beleben!“
Berlin (25.10.2004) – Eine Wiederbelebung des „Bündnis für Arbeit“ hat der neu gewählte Bundesvorsitzende des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands (CGB), Matthäus Strebl gefordert. Der 52jährige CSU-Bundestagsabgeordnete war am Wochenende von den knapp 130 Delegierten auf dem 13.Ordentlichen Bundesparteitag des CGB in Erfurt mit dem überragenden Wahlergebnis von 90,1 Prozent zum neuen Vorsitzenden der drittgrössten Gewerkschaft in Deutschland gewählt worden. Strebl forderte allerdings, „den Kreis der Teilnehmer am Bündnis für Arbeit über die Tarifpartner hinaus auf alle gesellschaftlich relevanten Gruppen zu erweitern. Nur dann kann auch eine breite gesellschaftliche Akzeptanz der Entscheidungen dieses Gremiums erzeugt werden. Als Beispiel hierfür wäre zu nennen, dass eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreicht wird, um einen Mitnahmeeffekt zu erzielen. Nur somit kann Politik Überzeugung und Akzeptanz erreichen“, betonte Strebl.
Der neue Gewerkschaftschef untermauerte nachdrücklich den Anspruch auf Gewerkschaftsfreiheit und Pluralität in der gewerkschaftlichen Auseinandersetzung. „Gerade in so schwierigen wirtschaftlichen Zeiten kommt es auf den Wettbewerb der besten Ideen um eine erfolgreiche Vertretung der Arbeitnehmerinteressen an“, so Strebl. „Hier haben sich die 16 Einzelgewerkschaften des CGB mit ihren flexiblen Tariflösungen innovativer gezeigt, als der selbsternannte Monopolist DGB, der sich aus seinen veralteten Denkschemata noch immer nicht lösen kann“, betonte Strebl.
Ausdrücklich forderte Strebl angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die durch Globalisierung und EU-Osterweiterung nur noch verschärft würden, eine Stärkung der betrieblichen Bündnisse. „Damit kann den Kollegen in den einzelnen Betrieben am besten geholfen werden,“ betonte der neue CGB-Bundesvorsitzende. „Der Schutz der sozialen Sicherheit und die Erhaltung der Tarifautonomie sind für den CGB auch in der Zukunft Ziele oberster Priorität“.
Von der Bundesregierung forderte Strebl eine Politik der Klarheit und Verlässlichkeit , um in schwieriger Zeit die Ängste der Menschen nicht noch mehr zu schüren.
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