Arbeitslosenverleih – PSA ist ein weiterer Flop von Rot/Grün
Aufgrund von Berichten im Magazin „Der Spiegel“ vom 14. März 2005, wonach die Bundesagentur für Arbeit den Arbeitslosenverleih kappen will, zieht Arbeitsmarktexperte Matthäus Strebl MdB Bilanz.
Aus einem behördeninternen Ausschreibungsentwurf war hervorgegangen, dass die Verleihungsunternehmen künftig nur noch eine monatliche Kostenpauschale von 500 EURO statt der bisherigen 1.000 EURO je Arbeitslosen erhalten sollen.
„Das Zurückfahren der finanziellen Förderung der Personal-Service-Agenturen (PSA) ist ein arbeitsmarktpolitischer Offenbarungseid für die Bundesregierung.“, erklärt Strebl und fährt fort, „Laut Peter Hartz, dem Vater dieses so genannten Reformwerkes, sollten die PSA das Herzstück der Reform sein. Doch mittlerweile hat sogar Rot/Grün erkannt, dass sie eher der faule Zahn sind.“
Mit dem fast halbierten Betrag müssen die Personal-Service-Agenturen alle Ausgaben begleichen, die im Rahmen des Verleihs von Arbeitslosen an private Unternehmen entstehen. Dazu zählen zum Beispiel auch der Verdienstausfall in der verleihfreien Zeit.
Die Zahlen belegen schon lange, dass es sich bei den PSA um einen Reinfall handelt. Statt der noch im August 2002 versprochenen 700.000 dauerhaft durch die PSA Beschäftigten, kamen im letzten Jahr gerade einmal 27.800 Arbeitslose in Arbeit. Von den jährlich ursprünglich erwarteten 350.000 Beschäftigten ist mittlerweile keine Rede mehr. „Wird nun auch noch die Leistung für die PSA halbiert, dann ist davon auszugehen, dass die PSA bald überhaupt keine Mehrbeschäftigung bringen wird.“, stellt Matthäus Strebl MdB, 1. stellvertretender Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fest. „Es wird höchstens in Gegenden mit einer positiven Arbeitsmarktentwicklung die Chance geben, Arbeitskräfte, die ohnehin leicht zu vermitteln sind, über die PSA zu verleihen. Die Regionen aber, die ohnehin schon eine schlechte Ausgangsposition auf dem Arbeitsmarkt haben, werden das Nachsehen haben müssen. Dies zeigt, dass endlich etwas in allen politischen Bereichen getan werden muss, damit eine grundlegende strukturelle Änderung zugunsten der Arbeitslosen passiert. So ist aber die PSA ein weiterer Flop im Verliererpaket der rot/grünen Arbeitsmarktreformen.“
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