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Tarifabschluss in der Zeitarbeit unter Dach und Fach!

Die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) hat sich mit dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e.V. auf einen neuen Entgelttarifvertrag verständigt. Mit diesem Tarifvertrag wird die tarifpolitische Zusammenarbeit auch über den 01.07.2006 weitergeführt.

In den Eckpunkten der Entgelttarifverträge konnte die CGZP recht ordentliche Entgelterhöhungen durchsetzten. Es wird auch weiterhin ein Entgelttarifvertrag West und ein Entgelttarifvertrag Ost geben. Die niedrigsten Stundenentgelte im Westen werden bei 7,00 € liegen. Im Osten liegt der Stundenlohn bei 5,77 €. Das entspricht einer Lohnerhöhung von 3,0 %. Diese Lohnerhöhung wird zum 1. Januar 2007 in Kraft treten.

Für das Jahr 2006 konnte die CGZP eine pauschale Einmalzahlung von 105 € durchsetzen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Die gesamte Erhöhung für diesen Zeitraum beträgt demnach 3,9 %.

„Mit diesem Tarifabschluss liegen wir über den anderen Branchenabschlüssen, die im Laufe des Jahres 2006 erzielt worden sind. Wir konnten darüber hinaus erstmalig eine Gehaltserhöhung auch für die östlichen Bundesländer durchsetzen. Dies sind gute Ergebnisse“, so                                        CGZP-Verhandlungsführer Gunter Smits. Gleichwohl hätte sich die CGZP gewünscht die Entgeltanpassung zwischen Ost und West noch stärker voranzutreiben. „Mit der Laufzeit von insgesamt 24 Monaten bleibt sich die CGZP in der Frage treu, für überschaubare Zeiträume Entgeltabschlüsse zu tätigen. Pauschale Lohnerhöhungen schon heute für in zwei oder drei Jahren zu vereinbaren, wäre unverantwortlich, weil es der wirtschaftlichen Entwicklung in der Branche der Zeitarbeit nicht gerecht werden kann.

Mit diesem Tarifabschluss verbindet die CGZP einen Auftrag, dass die weiteren Haus- und Flächentarifvertragspartner im Laufe des Jahres 2006 an dieses Tarifvertragsniveau herangeführt werden müssen. Die noch in diesem Jahr stattfindenden Verhandlungen haben dies zum Ziel.

Außerdem ist damit jedem Befürworter von Mindestlöhnen für die Zeitarbeit jedes Argument genommen. Die billige Polemik von einigen anderen Vertretern, die in der Zeitarbeit Tarifpolitik betreiben, muss ins Leere laufen. „Nun ist auch die Politik aufgefordert, öffentlich zu erklären, dass Mindestlohnverordnungen in der Zeitarbeit nichts zu suchen haben“, so Gunter Smits abschließend.

Berlin, 19. Juni 2006

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