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CGB zum Wahlausgang in Sachsen-Anhalt: Soziale Unsicherheiten ernst nehmen, politischen Stillstand verhindern
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt blickt der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB) mit Sorge auf die ausgeprägte politische Polarisierung im Land. Die hohe Wahlbeteiligung zeigt ein ausgeprägtes politisches Interesse der Bürgerinnen und Bürger, verdeutlicht zugleich aber auch einen tief sitzenden Unmut über die aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen.
Das Wahlergebnis spiegelt nach Auffassung des CGB konkrete Ängste und Belastungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wider. Anhaltende Sorgen um den Erhalt von Arbeitsplätzen im Strukturwandel, die spürbare Belastung durch Lebenshaltungskosten sowie Defizite in Bildung und regionaler Infrastruktur haben das Vertrauen in die bisherige Landes- und Bundespolitik nachhaltig geschwächt. Wer den politischen Rändern den Nährboden entziehen will, muss die sozialen Fragen der Gegenwart konstruktiv und messbar beantworten, anstatt sich im parteipolitischen Schlagabtausch zu verlieren.
Der CGB mahnt alle im neuen Landtag vertretenen Kräfte zu sachlicher, verantwortungsvoller Parlamentsarbeit. Im Mittelpunkt müssen konkrete Verbesserungen für die Menschen in Sachsen-Anhalt stehen. Erforderlich sind aus Sicht des CGB gezielte Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen sowie die Sicherung zukunftsfähiger Industrie- und Gewerbearbeitsplätze.Die nachhaltige Behebung des Fachkräftemangels durch eine verlässliche Unterrichtsversorgung und eine gestärkte berufliche Bildung.Außerdem muss die Sozialpartnerschaft stärker als bisher in den Fokus gerückt werden. Dazu gehört vor allem die Förderung fairer, tarifgebundener Arbeitsbedingungen und die Stärkung des Dialogs zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten zur Entlastung der Belegschaften.
Ein politischer Stillstand oder eine rein auf Konfrontation ausgerichtete Debattenkultur gefährden den Zusammenhalt, den sozialen Frieden und damit auch den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt. Damit leiden das Demokratieverständnis und das gesellschaftliche Miteinander.
Der CGB appelliert an alle demokratisch gewählten Abgeordneten, die Anliegen der Beschäftigten zur Richtschnur ihres Handelns zu machen und dadurch Verlässlichkeit neues Vertrauen aufzubauen.
Gedruckt am 08.09.2026 12:26.