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CGM startet Internetumfrage zum Armutsbericht

Stuttgart, 21.09.2012. Die Zahlen des aktuellen Armutsberichts, den Bundesarbeitsministerin von der Leyen vorgelegt hat, sind alarmierend: Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) startet deshalb noch in dieser Woche eine neue Internetumfrage. „Wir möchten von den Teilnehmern wissen, wie sie die Lage bewerten und welche Möglichkeiten sie sehen, etwas gegen diesen Trend zu unternehmen“, wirbt der CGM Bundesvorsitzende Adalbert Ewen für die Herbstumfrage 2012.


Der Armutsbericht zeige deutlich, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. „Wir wollen in Deutschland keine Verhältnisse wie in Johannesburg, wo jeder, der Geld hat, um sein Leben fürchten muss. Deshalb ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt, um über die Einführung einer Vermögenssteuer und ihre Wirkungsmechanismen zu diskutieren. Immer mehr Reiche signalisieren, dass sie gar kein Problem damit hätten und eine große Mehrheit in der Bevölkerung ist eh dafür“, ist sich Ewen sicher. Selbstverständlich müsse es auch weiterhin Unterschiede geben dürfen – Gleichmacherei entspräche nicht den Grundsätzen der christlichen Soziallehre. „Aber zu große Differenzen widersprechen den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und führen zu sozialen Unruhen. Das können auch die Reichen nicht ernsthaft wollen“. 

Statistisch gesehen hätten die zufriedensten Menschen ein mittleres bis gehobenes Einkommen, weder zu viel, noch zu wenig. Schon aus diesem Grund gebiete der gesunde Menschenverstand, die „goldene Mitte“ zu stärken. „Dann müssen wir aber auch endlich etwas gegen die Kalte Progression unternehmen, die ja vor allem kleinere und mittlere Einkommen belastet“, fordert der CGM-Bundesvorsitzende.

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